Achtung der Menschenwürde und Aufnahme wirklich Schutzbedürftigter!

Thomas Huber, MdL

Es ist unsere Pflicht, all denjenigen zu helfen, die vor Krieg und individueller Verfolgung fliehen und Schutz suchen. Das gebieten uns das Grundgesetz und unsere christlichen Werte. Helfen kann aber nur, wer sich dabei nicht selbst überfordert. Da die Ressourcen in en Behörden, in der Gesellschaft aber auch in finanzieller Hinsicht begrenzt sind, müssen wir die Hilfe möglichst den wirklich schutzbedürftigen Menschen zukommen lassen.

Ich bin 45 Jahre alt und sitze seit 2003 für den Stimmkreis Ebersberg im Bayerischen Landtag. Zu meinen Hauptaufgaben zählt dort u.a. die Arbeit im für Integration zuständigen Sozialausschuss. Darüber hinaus bin ich stellvertretender Vorsitzender der parteiübergreifenden Enquete Kommission „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“. Gemeinsam mit Experten und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Bereichen haben wir fast zwei Jahre darüber beraten, was für eine gelingende Integration wichtig ist. Das Ergebnis kann man bereits im Abschlussbericht auf der Homepage des Bayerischen Landtags nachlesen.

Ich denke, dass die Integration vor allem in Bayern bereits heute sehr gut funktioniert. Das liegt an den Migranten selbst, aber auch an den ehrenamtlichen Unterstützern sowie den zahlreichen Angeboten und Förderungen des Freistaats. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollten wir etwa die Ergebnisse des Abschlussberichts der Enquete Kommission „Integration“ berücksichtigen, aber auch eine verantwortungsvolle Politik mit Blick auf die Fluchtursachenbekämpfung und die Vereinheitlichung europäischer Asylpolitik betreiben. Wichtig ist zudem die Beschleunigung der Asylverfahren, damit wir unsere Hilfe auf diejenigen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit konzentrieren können.

Wir sollten, wenn nötig, in unserem persönlichen Umfeld auf den Abbau von Vorurteilen hinwirken. Dazu kann jeder im Rahmen der Möglichkeiten seinen persönlichen Beitrag für eine gelingende Integration leisten. Das Credo sollte lauten: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Dies Prinzip funktioniert auf allen Ebenen, so auch im Bayerischen Integrationsgesetz, das von „Fordern und Fördern“ spricht.