Ihr könnt alle kommen. Seid herzlichst willkommen.

Alexander – 13 Jahre

„Wenn ich Präsident von Deutschland wäre, würde ich sagen: „Ihr könnt alle kommen. Ihr seid herzlich willkommen!“

Ich weiß, dass es in den Heimatländern der Flüchtlinge nicht gerade gut zugeht. Dort herrscht ja Krieg. Ich finde es gut, dass sie in Deutschland ein „kleines Zuhause“ bekommen, indem sie auch arbeiten können, also Geld verdienen können, bis sie wieder zurück können, also der Krieg dort zu Ende ist. Das finde ich sehr gut, weil es bestimmt ein schwerer Weg bis nach Deutschland war. Gerade die Überfahrt mit Booten ist echt gefährlich.

Sie können ja nicht wirklich zu so vielen Orten. Viele Länder nehmen ja keine Flüchtlinge mehr auf. Zurück nach Hause können sie aber auch nicht. Klar gibt es welche, die vielleicht dumme Sachen machen. Wie z. B. Frauen belästigen. Das finde ich natürlich nicht but. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Flüchtlinge und das ist nicht gut, denn nur weil das irgendsoein Idiot macht, heißt das nicht, dass das alle anderen jetzt auch machen.

Ich hab auch kein Problem damit, wenn sie übergangsweise in unserer Turnhalle wohnen. Als bei uns welche waren, standen dort Betten und so.

In Pliening kam es in einem Flüchtlingszelt zu einem Brand. Ich weiß jetzt nicht, ob das ein Versehen war oder ob jemand angezündet hat, aber falls das jemand angezündet hätte, fände ich das unfair. Man möchte ja auch nicht, dass irgendeiner mit dem Feuerzeug kommt und sein Haus anzündet. Wie gesagt, ich hab gar kein Problem mit den Flüchtlingen. Die sind hier willkommen.

Wenn ich Präsident von Deutschland wäre, würde ich sagen: „Ihr könnt alle kommen. Ihr seid herzlich willkommen!

Allerdings kann ich die Leute manchmal auch verstehen, wenn sie nicht wollen, dass sooo viele Ausländer nach Deutschland kommen. Die haben Angst, dass darunter vielleicht Terroristen oder sowas sind. Das kann passieren, aber das heißt jetzt nicht, dass jeder andere jetzt auch ein Terrorist ist, sobald sie aus bestimmten Gegenden kommen.

Der Name des Verfassers wurde von der Redaktion auf Wunsch seiner Eltern abgeändert. Er ist 13 Jahre alt.